Bereit für den lang ersehnten Re-Start

SCHLOSSPARK MAUERBACH

„Gesundheit und Sicherheit für Gäste und das Hotelteam gehen vor Profit“
Philip Jansohn Hotel Schlosspark Mauerbach

 

Öffnung. Gastronomie und Hotellerie dürfen ab dem  19. Mai wieder öffnen. Die Betriebe der Branche sind bereits bestens darauf vorbereitet, wieder Gäste  bei sich begrüßen und  bewirten zu dürfen

Nach fast sieben Monaten Pandemie-bedingter Schließung dürfen die über 50.000 heimischen Gastronomiebetriebe ab 19. Mai endlich wieder öffnen. Die Wiedereröffnung wurde allerdings nicht nur von den Gastronomen und ihren Mitarbeitern herbeigesehnt, sondern auch von den Gästen. Das belegt auch die Studie „So denkt Österreich über die Öffnung von Gastronomie, Kultur- und Eventbranche“, die von TQS Research & Consulting, unter der Leitung von Dieter Scharitzer, Marketingprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien, durchgeführt wurde. Demnach wählten 88 Prozent der knapp über 1.000 Teilnehmer „Essen gehen mit Freunden und Bekannten“ als Antwort auf die Frage „Was würden Sie gerne zuerst unternehmen?“

Dieser Umfrage stimmt auch Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, zu. „Schon im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass sich die Menschen, nach der langen Zeit des Lockdowns, danach sehnen, endlich wieder zum Wirten oder ins Restaurant zu gehen. Das werden wir auch heuer erleben. Wirte sind die Drehscheibe unseres Lebens, eine Drehscheibe, die durch Corona abrupt gestoppt wurde“, so Pulker, und weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass sich die Stimmung im ganzen Land drehen wird, wenn wir einen guten Re-Start hinlegen. Ein erfolgreicher Gastro-Neustart ist entscheidend für den ganzen Standort.“ Um den Re-Start so einfach und erfolgreich wie möglich zu gestalten, sind die österreichischen Gastronomie-Betriebe bestmöglich auf die baldige Öffnung vorbereitet. „Wir haben alle Werkzeuge, die es zum sicheren Öffnen braucht – wie Eintrittstests, Mitarbeitertestungen Hygienekonzepte und Abstandsregelungen – in der Hand und sind bereit, unseren Gästen sichere Orte der Begegnung zu bieten“, erklärt Mario Pulker.

 

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„Die Frage ist, ob es den Selbsttest im Lokal geben wird. Das wäre eine niedrige Eintrittsbarriere“
Berndt Querfeld Gastronom

Grundsätzlich wollen und können alle Gastronomie-Betriebe österreichweit wieder aufsperren. „Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können sie es kaum erwarten, wieder Gäste zu bewirten, auch wenn das harte Pandemie-Jahr bei vielen Betrieben Spuren hinterlassen hat. Deshalb braucht es auch weiterhin staatliche Unterstützungsmaßnahmen“, so Pulker. 

Auch Bernd Querfeld wartet mit seinen Betrieben, wie dem Café Museum, dem Café Landtmann und dem Bootshaus bereits auf die Öffnung. „Wir haben ja sechs Monate Zeit gehabt um uns vorzubereiten. Und der Wiederöffnungstermin ist auch rechtzeitig bekannt gegeben worden. Ich rechne damit, dass es eine erste Welle geben wird – vor allem im Restaurantbereich. Die Frage ist, ob es den Selbsttest im Lokal geben wird. Das wäre eine niedrige Eintrittsbarriere“, so Berndt Querfeld. 
Seine Mitarbeiter bleiben vorerst in Kurzarbeit. „Aber jetzt, beim Aufsperren, sieht man den Vorteil, seine guten, erfahrenen, teilweise langjährigen Mitarbeitenden bei der Hand zu haben. In ganz wenigen Bereichen werden wir wohl auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Wir sind ja mit 300 Mitarbeitenden in die Krise gegangen, 270 sind noch bei uns.“

Große Herausforderung

Angesichts der lang ersehnten Wiederöffnung blickt Mario Pulker positiv in die Zukunft, wenngleich er die Gastronomie weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert sieht. „Vor allem im städtischen Bereich brauchen wir in den kommenden Wochen endlich wieder ausländische Gäste, damit unsere Betriebe eine wirtschaftlich tragbare Auslastung erzielen können.“ Die angekündigte Änderung der derzeit noch sehr strengen Einreiseverordnung ist für ihn ein Schritt in die richtige Richtung. „Das Thema des Fachkräftemangels wird uns in den kommenden Monaten wieder verstärkt beschäftigen. Durch die Kurzarbeit ist es zwar gelungen, viele unserer hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten. Dennoch haben sich in den letzten Monaten – aufgrund des langen Lockdowns – Abwanderungstendenzen in andere Branchen gezeigt. Hier müssen wir gemeinsam mit der Politik gegensteuern“, so Pulker. 
 

GUENTER MENZL

„Wir sind bereit, unseren Gästen sichere Orte der Begegnung zu bieten“
Mario Pulker Fachverband Gastronomie

Positives Feedback

Öffnen dürfen ab 19. Mai auch die über 90.000 heimischen Hotels.  Und bei Urlauben ist der Nachholbedarf der Österreicher ebenfalls groß. Einige Hotels waren kurz nach Bekanntgabe der Öffnungsschritte bereits ausgebucht. Seit acht Wochen ist das Hotel Schlosspark Mauerbach für Business- und Seminargäste geöffnet und hat so mit den geltenden Corona-Regeln bereits Erfahrungen gesammelt. So  dürfen nur Gäste einchecken, die sich entweder in der hauseigenen Teststraße, die in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz eingerichtet wurde, testen lassen oder einen gültigen negativen PCR-Test vorweisen können. 

Damit ist das Hotel Vorreiter für die österreichische Tourismuswirtschaft und kann zur bevorstehenden Öffnung  für  Erholungsgäste bereits auf ihren gewonnenen Erfahrungen aufbauen. Die Investitionen in das umfassende Sicherheitskonzept waren von Beginn der Pandemie an eine Selbstverständlichkeit.  „Gesundheit und Sicherheit für Gäste und das Hotelteam gehen vor Profit. Alle Sicherheitsmaßnahmen wurden frühzeitig in das Qualitätsmanagement integriert und standardisiert“, so Direktor Philip Jansohn. Die Abläufe im Hotel und bei der Teststraße sind gut abgestimmt und funktionieren nahezu ohne Staupunkte oder Wartezeiten. „Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten, nicht nur zur Testmöglichkeit, sondern auch zu all den anderen Sicherheitsmaßnahmen. Das hat uns umso mehr bestärkt, diesen Weg zu gehen. Wir haben dazu beigetragen, dass für das Wirtschaften wichtige Tagungen und Konferenzen sicherer stattfinden können, was von den Unternehmen sehr geschätzt wird. Unsere Maßnahmen sind sehr gut eingespielt und wir sind bestens für die Öffnung unseres Waldrefugiums für Ruhesuchende vorbereitet“, so Jansohn. Künftig wird, laut Jansohn, das gebotene Platzangebot, das schon vor der Pandemie immer Thema war, mehr denn je für eine Buchung ausschlaggebend sein, ebenso wie die sichere Anreise und rasche Rückreisemöglichkeit.  

Autor: Helene Tuma

 

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