Gesundheitsjobs – Berufe mit Zukunft

Ausbildung. Mediziner, Pflegefachkräfte und Therapeuten – Wer im Gesundheitswesen ausgebildet ist, hat beste Berufschancen


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Am AWZ werden nicht nur fachlichen Qualifikation vermittelt – auch die Beziehungsebene zu den Pflegebedürftigen spielt eine essenzielle Rolle.

Die Österreicher leben länger und sind länger agil. Zugleich nehmen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Probleme des Bewegungsapparates und psychische Erkrankungen zu. Gründe, die dafür sorgen, dass das die Wichtigkeit von Gesundheitsberufen steigt und Aus- und Weiterbildungen vorangetrieben werden.

Bedarf wächst
An den drei Standorten des Aus- und Weiterbildungszentrums AWZ Soziales Wien etwa dreht sich alles um Gesundheits- und Krankenpflege, mit Schwerpunkt Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz, Sozialbetreuung sowie Heimhilfe und Alltagsbegleitung. Direktorin Bettina Hanke: „Junge Menschen sind ebenso dabei wie Quereinsteiger, die den zweiten oder dritten Beruf anstreben. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen sich zu diesen Ausbildungen entschließen, denn der Bedarf wächst.“


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Immer mehr junge Menschen, aber auch Quereinsteiger, setzen auf eine Ausbildung im Gesundheitswesen.

Pflege mit Matura
Im AWZ kann man etwa zwischen einer einjährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz und einer zweijährigen zur Pflegefachassistenz wählen. Auch Heimhilfe- und Alltagsbegleitungsfachkräfte sind stark gefragt, wie die Direktorin berichtet, da man durch sie sicherstellen kann, dass alte und kranke Menschen zu Hause betreut werden.
Ein neues Format ist die Pflege mit Matura, eine fünfjährige Ausbildung mit Matura und zweijähriger Pflegefachassistenz-Ausbildung. Hanke: „Wir planen die Ausbildungsplätze weiter aufzustocken. 2020 haben wir am neu eröffneten Schulstandort Erdberg fünf Pflegeassistenz-Lehrgänge gestartet, 2021 werden drei hinzukommen.“

Wichtige Fortbildung
Doch auch in den stark gefragten Gesundheitsberufen ist Weiterbildung wichtig. An der Donau Universität Krems können Mediziner, Krankenpfleger, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler zusätzliches Wissen erwerben. Angeboten werden Weiterbildungen in Bereichen wie psychosomatische Medizin, Pflegewissenschaft und Pharmawesen.


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An der Donau Uni Krems trifft Praxis auf Forschung.

„Die Bevölkerung wird immer älter – und im Gesundheitswesen ist nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Prävention verstärkt gefragt. Deshalb haben neben medizinischen Berufen und jenen aus dem Pflegebereich auch Tätigkeiten im Sport- und Ernährungsbereich ausgezeichnete Zukunftschancen. Hinzu kommen Berufe mit therapeutischem Hintergrund, wie Psycho- und Physiotherapie“, sagt Christiane Fischer vom Department für Gesundheitswissenschaften, Medizin und Forschung und dem Zentrum für Gesundheitswissenschaften und Medizin. Das Zukunftsfeld Gesundheit betrifft immer mehr Branchen – Quereinsteiger mit Berufserfahrung sind daher herzlich willkommen.

Autor: Sandra Wobrazek

 

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