Man wächst jeden Tag

In einem Pflegeberuf zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Das hat Athina Chylas Mama ihrer Tochter mitgegeben. Und trotzdem ist sich die junge, selbstbewusste Frau sicher: Genau das will ich.


© PID/DAVID BOHMANN

Athina Chyla, 19, Pflegefachassistentin in Ausbildung

Sie sind jetzt im zweiten und letzten Jahr Ihrer Ausbildung zur Pflegefachassistenz im Wiener Gesundheitsverbund  – war das die richtige Entscheidung?
Absolut, ich war schon als kleines Mädchen sicher, dass ich in der Pflege arbeiten will. Ich habe Krankenhäuser immer spannend gefunden, ich rede gern und mag Menschen. Das passt einfach. Meine Mutter arbeitet in einem Pflegeheim und hat mir immer wieder gesagt, dass der Beruf auch schwierige Seiten hat und es gibt Tage, die nicht so leicht sind. Aber man bekommt viel Dank und Anerkennung und ist jeden Tag glücklich, anderen helfen zu können. 

Hatten Sie schon solche schweren Tage?
Ja, immer wieder. Ganz besonders hat mich zum Beispiel eine Frau beeindruckt, die Krebs im Endstadium hatte. Ich durfte sie ein paar Wochen begleiten. An einem Tag sollten ihre Eltern zu Besuch kommen. Und sie musste ihnen sagen, wie krank sie wirklich ist. Das war sehr berührend und auch schwer für mich zu verarbeiten. Aber man wächst jeden Tag und wird stärker mit der Zeit. Auch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen tun da gut.

Was hilft Ihnen beim Abschalten?
Ich bin ein fröhlicher Mensch, das hilft schon. Ich spreche viel mit meiner Mutter über die Ausbildung und die Arbeit. Meine beste Freundin ist Tierpflegerin, die hat lustigerweise manchmal ganz ähnliche Empfindungen wie ich und wir tauschen uns aus. Nur meinem Freund darf ich nicht mit dem Thema Krankheit kommen. Der fällt in Ohnmacht, wenn er das Wort Blut nur hört. Ha – wir ziehen jetzt trotzdem zusammen! Und zwei Mischlings-Welpen, Daisy und Cindy, haben wir seit ein paar Tagen auch gemeinsam zu versorgen. Die brauchen eine Menge Aufmerksamkeit und machen das Leben noch mal bunter. 

Wo sehen Sie sich in zwei Jahren?
Da arbeite ich hoffentlich in einem Spital auf einer interessanten Station. Chirurgie vielleicht. Im Jänner mache ich ein Praktikum in der Psychiatrie im AKH Wien, das ist sicher auch spannend. 

Hat sich Ihre Einstellung zum Beruf verändert, seit wir die Corona-Pandemie erleben?
In der Pflege ist es kaum möglich, einen Sicherheitsabstand einzuhalten. Das geht nicht ohne Körperkontakt. Noch mehr Hygiene ist also umso wichtiger und wird auch konsequent umgesetzt. Was aber Corona sicher verändert hat: Jetzt sieht man ganz klar, wie wichtig der Pflegeberuf ist. Die Leistungen der medizinischen Berufe werden gesellschaftlich noch stärker wertgeschätzt. Und das ist gut so.

 

Ausbildung zur Pflegefachassistenz – in zwei Jahren zum fertigen Beruf

Pflegefachassistenz im Wiener Gesundheitsverbund auf einen Blick

In zwei Jahren zum fertigen Beruf Die Ausbildung besteht aus einem Mix aus Theorie und Praxis. Die Theorieeinheiten sowie ein realitätsnahes Training von Pflegehandlungen finden am Campus statt. Die Praxisstunden werden in Kliniken und Pflegeeinrichtungen absolviert. Dabei steht die Kommunikation und Beziehung mit PatientInnen ebenso am Lehrplan wie die verschiedensten Pflegetechniken. Als PflegefachassistentIn setzt man viele eigenverantwortliche Handlungen. Man schließt laufend Infusionen an und ab, führt diagnostische Maßnahmen durch und weiß was in Notfällen zu tun ist. Das Beste daran: mit der fertigen Ausbildung hat man einen sicheren Arbeitsplatz! Man kann sowohl in Spitälern und Pflegeeinrichtungen als auch in Hospizen oder der Hauskrankenpflege sein Know-how einbringen. Interessiert?

Bewerbungsfrist: 7.1.-31.3.2021
Pflegefachassistenz im Wiener Gesundheitsverbund auf einen Blick

  • 2 Jahre – so lange dauert die Ausbildung
  • 40 Stunden – Unterrichtsdauer pro Woche
  • 288 Ausbildungsplätze - für EinsteigerInnen (aufgeteilt auf fünf Schulstandorte)
  • 3.200 Stunden – Gesamtanzahl der Kursstunden während der zweijährigen Ausbildung
  • Praxiseinheiten können im Wiener Gesundheitsverbund auch am Wochenende und in der Nacht absolviert werden.
  • Finanzielle Unterstützung durch den Wiener Gesundheitsverbund während der Ausbildung, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen
  • Keine Ausbildungskosten
  • Jobgarantie
  • Während der Ausbildung sind Sie sozialversichert.
  • Infos zu Förderungen für Ihre Ausbildung bekommen Sie beim Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (www.waff.at) oder beim Arbeitsmarktservice (www.ams.at).

Weitere Infos: www.ausbildung.gesundheitsverbund.at

 

Entgeltliche Einschaltung

Zurück