Mit Technik in die berufliche Zukunft starten

Duale Ausbildung. Wer eine technische Lehre absolviert, setzt auf eine Berufsausbildung mit vielversprechenden Aussichten


© ÖBB/CHRISTIAN ZENGER

In der Wiener Lehrwerkstätte der ÖBB kommen Jugendliche mit Techniken wie Virtual Reality und Robotik in Kontakt

 

Rund  32.000 junge Menschen entscheiden sich in Österreich Jahr für Jahr dazu, einen Lehrberuf zu ergreifen. Gerade in  einer Phase der wirtschaftlichen Krise können sie mit der Wahl des richtigen Lehrberufs so selbst ihre erfolgreiche, berufliche Zukunft mitbestimmen.

Beste Zukunftsaussichten haben dabei, aufgrund der allgegenwärtigen Digitalisierung, alle Ausbildungen, die sich in technischen Bereichen bewegen – von Applikationsentwicklung bis Mechatronik.

 

Moderne Lehre

Mit rund 2.000 Lehrlingen einer der größten Lehrlingsausbilder in Österreich sind  die ÖBB. Noch nie hatte man so viele junge Frauen und Männer in Ausbildung, wie seitens des Konzerns betont wird. Technische Berufe sind dabei die Nummer eins: Rund 1.750 aller ÖBB-Lehrlinge absolvieren eine Ausbildung in einem technischen Bereich. 

„Die ÖBB bieten ihren Lehrlingen“, sagt Günter Hell, Leiter Bildungszentrum Eisenbahn und Lehrlingswesen, ÖBB-Infrastruktur AG, „eine qualitativ hochwertige Ausbildung – und stellen entsprechende Weichen für die Zukunft einer modernen Lehre. Dazu zählen zukunftsweisende, technische Berufe wie die Mechatronik, die Elektrotechnik oder der Gleisbau.“

Seit 2020 werden erstmals Lehrlinge in den beiden neuen, „grünen“ Lehrberufen Kälteanlagentechnik und Elektrotechnik-Energietechnik ausgebildet. Schon 2019 sind Applikationsentwicklung – Coding und E-Commercekauffrau/-mann neu dazugekommen. Günther Hell betont, dass sich die Lehre durch die Digitalisierung weiterentwickelt und viele neue Chancen bietet. Dabei wird auch die „Hardware“ angepasst: „In den letzten Jahren wurden österreichweit über 44 Millionen Euro in Neu- und Umbauprojekte der Lehrlingsausbildung investiert. In der Lehrwerkstatt am Wiener Hebbelplatz wird den Jugendlichen beispielsweise im hauseigenen Zukunftslabor der Umgang mit 3-D-Druckern, Robotern und Virtual Reality-Technologie beigebracht.“

 

Entwicklungsfelder

Auch bei den Wiener Stadtwerken, einem der größten heimischen Infrastrukturdienstleister, stellt Technik einen Schwerpunkt der Dienstleistungen  und Ausbildung dar: Aktuell werden 358 Lehrlinge in acht verschiedenen technischen Lehrberufen ausgebildet. 

„Durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung zählen technische Berufe in den Bereichen Elektrotechnik, Mechatronik und Elektronik zu den großen Entwicklungsfeldern. Aber auch Lehrberufe wie Installations- und Gebäudetechnik, Gleisbautechnik und Reinigungstechnik bieten zukunftssichere Ausbildungs- und Berufschancen“, sagt Erich Buza, Vorsitz Zentrales Lehrlingsmanagement der Wiener Stadtwerke.

 


© WIENER STADTWERKE/MICHÈLE PAUTY

Selina Liepold ist Mechatronik-Lehrling bei den Wr. Linien

 

Weiterbildung

Eine der Technik-Fachkräfte von morgen ist Selina Liepold, Mechatronik-Lehrling bei den Wiener Linien. Mechatronik ist für die junge Frau eine ideale Mischung aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Arbeiten und somit sehr abwechslungsreich, „auch weil sie in mehreren Bereichen gebraucht wird. Die Ausbildung bei den Wiener Linien ist sehr vielseitig, da man in der Lehrzeit Eindrücke von den verschiedensten Abteilungen bekommt. Man ist, in meinem Fall mit der Abteilung Elektro- und Maschinentechnik, den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Dabei sieht man die verschiedensten Anlagen an den unterschiedlichsten Orten.“  Selinas Zukunftspläne: Sie möchte die Berufsmatura abschließen und danach eventuell die Werkmeisterschule absolvieren. „Die Technik wird komplexer – dadurch gibt viel Neues zu lernen und etliche Möglichkeiten sich zukunftsorientiert weiterzubilden.“

Auto: Sandra Wobrazek

 

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