Schlüssel zum beruflichen Erfolg

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Die umfassende Flexibilisierung der Arbeit führt auch dazu, dass neues Wissen erworben werden muss

 

Bildung. Frauen, die auf digitale Fähigkeiten sowie technische Fort- und Weiterbildungen setzen, sind bestens für die Herausforderungen des Arbeitsmarktes gerüstet

Es wird für den Einzelnen ebenso immer wichtiger wie für Unternehmen, die auf maßgeschneiderte Fortbildungsangebote für ihre Mitarbeiter setzen: lebenslanges Lernen. Gerade für Frauen, die die Branche wechseln, nach der Karenz wiedereinsteigen oder sich in ihrem bestehenden Beruf fortbilden möchten, gibt es in Österreichs Fort- und Weiterbildungseinrichtungen eine Vielzahl spezialisierter Angebote. Digitalisierung und Technik sind dabei in vielen Fällen maßgebliche Treiber.

Qualifizierung

„Frauen können sich jetzt fit für die Arbeit der Zukunft machen“, sagt Andreas Hartl, Institutsleiter des WIFI Niederösterreich. Denn die, durch die Corona-Krise beschleunigte, Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort verlangt neue Fähigkeiten. 

„Das sind beispielsweise Projektmanagement und das Beherrschen des digitalen Workflows, also auch Medienkompetenz – von Mediengestaltung über Social Media bis Online-Handel. Es umfasst außerdem die wichtigen Themen des Datenmanagements und der IT-Security sowie Verkauf oder Mitarbeiterführung aus dem Homeoffice“, betont Hartl. Skills in diesen Bereichen, so der Fortbildungsexperte, machen es gerade Frauen möglich, von der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt zu profitieren, beispielsweise durch höherqualifizierte Teilzeitarbeit.Digitales LernenUnter dem Motto „denk digital“ gibt es am WIFI Niederösterreich seit mehreren Jahren ein weitreichendes Angebot, digitale Fähigkeiten zu erwerben. Das letzte Jahr hat im Kursangebot inhaltlich zwei wesentliche Bereiche befeuert, berichtet Andreas Hartl. „Zum einen das digitale Lernen, zum anderen viele neue Kursangebote, die, von kurzen Seminaren bis hin zum mehrsemestrigen Lehrgang, für die neue Arbeitswelt fit machen. Die Themen reichen von Produktpräsentation aus dem Homeoffice über den Social-Media-Lehrgang bis zum akademischen Lehrgang Digitale Unternehmenstransformation.“

 

Auch auf die Art, wie gelernt wird, hat sich die Corona-Krise erkennbar ausgewirkt: Im neuen Angebot finden sich neben den üblichen Präsenzkursen auch Online-Formate. Blended Learning, bei dem Präsenzlernen mit Online-Einheiten kombiniert, ebenso wie Live-online-Kurse, bei denen mit Trainern via Videokonferenz gelernt wird und eLearning-Angebote, bei denen zeitlich unabhängiges und individuelles Lernen über die WIFI-Lernplattform stattfindet.
Chancen in der TechnikNicht nur die Digitalisierung ist es, auf die man  setzen sollten – allgemein werden technischen Aus- und Weiterbildungen beste Chancen eingeräumt. Das Studien- und Technologie Transfer Zentrum Weiz etwa bietet österreichweit an 15 Standorten Aufbaustudiengänge in Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Automatisierungstechnik und Energietechnik.

 

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„Sehr viele Frauen, die  technische Berufe gewählt haben, haben sich darin ausgezeichnet bewährt – obwohl sie sich das zuerst nicht vorstellen konnten“
Gerald Friedrich Studienzentrum Weiz

„Unserer Erfahrung nach“, sagt Geschäftsführer Gerald Friedrich, „bewähren sich viele Frauen, die den Weg in technische Berufe gefunden haben, darin ausgezeichnet – obwohl sie sich das zunächst nicht vorstellen konnten. Mit einer technischen Ausbildung sind Entwicklungsmöglichkeiten und Jobaussichten sehr gut und die Breite unserer Ausbildungsprogramme ermöglicht vielfältige Arbeitsmöglichkeiten.“ Diese reichen von der klassischen Industrie über klein- und mittelständische Unternehmen bis zur Selbstständigkeit.
KonkurrenzfähigkeitBerufsbegleitende Weiterbildung, so Gerald Friedrich , ist ein wichtiger Baustein, um die Konkurrenzfähigkeit der in Österreich ansässigen Unternehmen aufrecht zu erhalten. Dabei ist es nach einer Phase der ausschließlichen Berufstätigkeit wichtig, Kompetenzen zu erweitern, um „up to date zu bleiben, nicht den Anschluss zu verlieren und neue Kenntnisse für berufliche Aufgabenstellungen einbringen zu können.“
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, auf den Gerald Friedrich verweist: Durch berufsbegleitende Weiterbildung wird die Bereitschaft gezeigt, mehr zu tun als eingefordert wird. „Ein persönliches Asset, das für das Weiterkommen im Beruf besonders wichtig ist“.

 

Interview: S. Wobrazek

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