Sonderpreis zum Staatspreis "Familie & Beruf" 2020

Kurzbeschreibung des Projekts: Das Projekt “Family First @ Combeenation” gibt sämtlichen bisherigen und auch zukünftigen Maßnahmen in Bezug auf die Familienfreundlichkeit und Mitarbeiterzufriedenheit bei Combeenation einen gemeinsamen Rahmen. Die Positionierung als “Arbeitgeber mit Herz” soll vor allem auch genutzt werden, um mit den Big Playern der Region in punkto Mitarbeiterbindung und Recruiting mithalten zu können.

Employer Branding Maßnahmen seit der Corona-Krise (Beschreiben Sie die Maßnahmen Ihres Employer Brandings zur Vereinbarkeit, die seit der Corona-Krise geschaffen wurden oder in konkreter Planung sind: Ablauf, Planung, Abwicklung, Hintergründe.)

Gefühlt waren wir die erste Firma im Bezirk, die durch den Lockdown im Home Office vollständig ihren Aufgaben nachging – keine Ahnung, ob es tatsächlich so war. Uns war es einfach wichtig zu zeigen, unsere Firma funktioniert auch, wenn wir nicht Tag für Tag allesamt in unseren Büros sitzen – so haben wir im Laufe des Lockdowns auch eine Social Media Kampagne gestartet - zuerst mit Bildern und Videos unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Home Office, in weiterer Folge aber auch mit Bildern und Videos ihrer Freizeitaktivitäten – wir wollten hier einfach anderen Firmen/Personen in gewisser Art und Weise Mut machen – komisch war die Lock-Down Situation sowieso für alle – aber dass Arbeit und Freizeit selbst in den seltsamsten Zeiten einen Stellenwert haben sollen, wollten wir eben genau mit dieser Kampagne zeigen.

  • Teamwork funktionierte auch im Home Office einwandfrei – und sogar noch besser: Termine, konnten problemlos über die verschiedensten Video-Conferencing Tools durchgeführt werden. In kürzerer Zeit und effizienter, weil alle Mitarbeitenden besser vorbereitet waren.
  • Donnerstag-Feierabend-Biere wurden via Video-Conferencing Tool abgehalten.

Wie sehr das Projekt Family First unserem CEO Klaus Pilsl am Herzen liegt, zeigte sich, als er während des Lockdowns den Gewinn des Felix Familienpreises als Anstoß dafür nahm, noch weiter in diese Materie einzutauchen. Auf seinen Wunsch startete das Projektteam von Family First gemeinsam mit der österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) das Projekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung „Healtheenation“. Der offizielle Kick-Off konnte gleich nach dem Lock-Down erfolgen. Maßnahmen:

  • Eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung
  • Digitalisierung des Vertriebs: dem Sales-Team wurde mehr Zeit im Home Office oder im Büro und weniger Zeit “vor Ort beim Kunden” ermöglicht. Als Softwareunternehmen erfolgt ein Großteil unsere Kundenbetreuung, im Speziellen die Projektabwicklung, größtenteils digital.
  • Der erste Termin bei potenziellen Neukunden war für unsere Vertriebler bisher dennoch beinahe Pflichttermin, welcher vor Ort durchgeführt wurde. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach unserer Konfigurator Software während des Lockdowns, mussten wir auch hier eine Alternative finden. Hier wurde rasch auf Online Meetings umgestellt.
  • Natürlich hat der Lockdown maßgeblich dazu beigetragen, die Akzeptanz unserer “Neu-Kundinnen und Neu-Kunden” hinsichtlich digitaler Meetings zu erhöhen - vor COVID-19 war das zum Teil ein Ding der Unmöglichkeit - aber man sieht: unvorhergesehene Situationen zwingen die Gesellschaft, neue Wege und Lösungen zu gehen.
  • Um unseren Vertrieb auch weiterhin zu entlasten, planen wir als nächsten Schritt ein Buchungssystem für Demo-Termine, wo sich interessierte, potenzielle Kunden den gewünschten Zeitraum einer Online-Beratung selbst online aussuchen können.

Sämtliche Employer Branding Maßnahmen, sowohl vor, während und auch nach dem Lockdown wurden in erster Linie über unsere sozialen Medien kommuniziert. Als starker Partner standen uns aber auch die regionalen Medien zur Seite. So wurde die bereits eingangs erwähnte Home Office Kampagne „Home Office First“ während des Lockdowns sowohl auf Facebook und Instagram gepostet, und mit entsprechendem Werbebudget für eine größere Reichweite und Wirksamkeit hinterlegt.

Die initiale Kommunikation über das Projekt „Healtheenation“ im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung erfolgte im ersten Schritt natürlich firmenintern. Nachdem die Projektidee während des Lockdowns geboren wurde, nahm CEO Klaus Pilsl eines der virtuellen After Work Biere zum Anlass, um die Belegschaft über das Projekt zu informieren. Im Anschluss wurde auch noch eine kurze Infomail an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgesendet, welches auch das Angebot zur Mitarbeit im Projekt bzw. die Bitte um Ideen/Inputs für Projektmaßnahmen beinhaltete – Partizipation ist ein essenzieller Bestandteil unserer Firmenkultur.

Gleich nach dem Lock-Down erfolgte der offizielle Projekt-Kick off Termin in Form eines „physischen“ Mitarbeiter Workshops im Zuge dessen auch die gesetzlich vorgeschriebene Befragung zur „Psychosozialen Gesundheit“ gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse durchgeführt wurde. Zur Dokumentation wurden zahlreiche Fotos und sogar ein kurzes Video erstellt und am Firmenlaufwerk den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich gemacht. Eine transparente Kommunikation ist für einen erfolgreichen Projektverlauf das Um und Auf. Deswegen wurde ein kleiner Nachbericht des Workshops im Umfang von drei Seiten verfasst. Dieser enthielt unter anderem einen Überblick über die Evaluierungsergebnisse. Wichtig hierbei war uns aber auch, zu zeigen, dass Maßnahmen aus diesen Ergebnissen abgeleitet werden. Dies wurde in einem eigenen Punkt Ausblick und weiterführende Maßnahmen festgehalten. Dieser Bericht wurde an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch an unseren Investor übermittelt.

Welche dieser Maßnahmen möchten Sie auch nach der Krise beibehalten?

Grundsätzlich ist unser Plan, sämtliche in und durch die Krise geborenen Maßnahmen beizubehalten:

  • Home Office wird aktiver gelebt als zuvor: Damit schaffen wir noch bessere Rahmenbedingungen für die individuellen Organisationsmodelle unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Erstberatungen werden vom Vertrieb - verstärkt auch nach dem Lock Down - digital durchgeführt: Das bedeutet effizientere Zeitgestaltung für unsere Vertriebler, weniger Zeit im Auto, mehr Zeit für eine intensivere Kundenbetreuung.

Was wir aber schon schätzen - und was im Lock Down durchaus gefehlt hat – der persönliche Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen: Ein Remote-Feierabend Bier mag noch so nett sein – gemeinsam ein Bier auf der firmeneigenen Terrasse zu trinken, hat einfach einen wesentlich intensiveren, persönlichen Flair.

Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber (Warum ist Ihnen die Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte wichtig? Was sind Ihre Motive für eine diesbezügliche Positionierung und Kommunikation nach außen?)

Familienfreundlichkeit wird bei Combeenation als maßgeblicher und nachhaltiger Erfolgsfaktor gesehen. Uns ist durchaus bewusst, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Menschen eine immer wichtigere Rolle spielt – vor allem auch hinsichtlich der Jobwahl. Die Familien sind eine sehr wichtige Kraftquelle unserer Mitarbeiter*innen. Daher ist es uns eine besondere Herzensangelegenheit, sie in Bezug auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie bestmöglich zu unterstützen und ihnen das passende Arbeitsumfeld und individuelle Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Erst wenn man sich in seinem Arbeitsumfeld wirklich wohl und wertgeschätzt fühlt, kann man zu seiner vollen Leistungsfähigkeit gelangen – die Ergebnisse seiner vollen Leistung führen zu höchster Motivation, Zufriedenheit und Produktivität. Der Unternehmenserfolg wird dadurch gesteigert und bringt so Unternehmen und Mitarbeiter*Innen nachhaltig mehr Gewinn. Das Resultat ist eine gestärkte Mannschaft die mit Teamgeist, Respekt und Leidenschaft gemeinsam am Unternehmenserfolg arbeitet.

Im Jahr 2019 wurde das Projekt “Family First @ Combeenation” ins Leben gerufen. Dieses Projekt gibt sämtlichen bisherigen und auch zukünftigen Maßnahmen in Bezug auf die Familienfreundlichkeit und Mitarbeiterzufriedenheit bei Combeenation einen gemeinsamen Rahmen. Die Positionierung als “Arbeitgeber mit Herz” soll vor allem auch genutzt werden, um mit den Big Playern der Region in punkto Mitarbeiterbindung und Recruiting mithalten zu können.

Maßnahmen zum familienfreundlichen Employer Branding

Bitte beschreiben Sie Ihre Maßnahmen/Kampagne/Aktionen zum familienfreundlichen Employer Branding. (Ablauf, Planung, Abwicklung, Hintergründe)

Das Kern-Projektteam von „Family First @ Combeenation“ besteht aus dem CEO der Firma, der Personalverantwortlichen und der Strategiebeauftragten. Im ersten Schritt galt es eine Antwort auf die Standortentscheidung zu finden – diese war für CEO Klaus Pilsl relativ schnell klar: "Wir bleiben in Sarleinsbach auch trotz Expansion, denn weniger Stau bedeutet mehr Zeit für Familie." Diese Entscheidung bildete die Grundsatzentscheidung und die Voraussetzung für weitere Maßnahmen im Kontext “Family First”. Als nächste Herausforderung galt es, der ständig wachsenden Belegschaft auch entsprechend ansprechende Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Da der Bau eines neuen Bürogebäudes zwar in Planung ist, der Bau selbst allerdings ein längerfristiges Projekt darstellt, wurden kurzerhand Bürocontainer eingerichtet. Parallel zur Container Errichtung wurde eine Plakatkampagne entlang der B127 gestartet, welche Pendler in Richtung Linz und am Weg nach Hause beim “im Stau stehen” darauf aufmerksam machen soll, dass es doch auch Combeenation als äußerst interessanten Arbeitgeber quasi vor der “Haustüre” gibt. Auch diese Aktion zog medial große Kreise. Durch die beiden Maßnahmen wurde ein riesengroßer Schritt in Richtung Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Combeenation geschafft.

Grundlegendes Ziel des initiierten Projektes “Family First @ Combeenation” ist es, nicht nur auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auf die gesamte Familie Rücksicht zu nehmen.

Ergänzend zum Arbeitszeitmodell gibt es die gern genutzte Möglichkeit, seine Arbeit im Home Office zu erledigen. So sind zum Beispiel an einem Freitag zwar alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Firmenchat online, das Bürogebäude selbst wirkt jedoch fast wie ausgestorben – dieser “Home Office Freitag” wird vor allem von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit längerem Anreiseweg (aber natürlich auch von allen anderen) sehr geschätzt.

Bei Eintritt von akuten familiären/gesundheitlichen Notfällen hält das Unternehmen fest zusammen und der/die Betroffene bekommt bestmögliche Unterstützung seitens der Belegschaft - so wird versucht, die Arbeit im Bedarfsfall an Kolleginnen und Kollegen zu übertragen bzw. mit Home Office spontan auftretende Pflege- und Betreuungspflichten zu ermöglichen.

Fest steht, dass das Projekt “Family First” erst am Beginn steht - sämtliche Maßnahmen aus dem Jahr 2019 sollen den Grundstein für den Projektverlauf in den nächsten Jahren bilden. Denn nur mit wirklich sinnvollen, innovativen Inputs und Ideen wird Combeenation in der Region als “Arbeitgeber mit Herz” wahrgenommen werden. Und damit wird auch der Blick frei für eine neue Sicht auf Familie in Verbindung mit Arbeit.

Nachdem wir uns als moderne innovative Firma sehen, werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über unser firmeninternes Kommunikationstool über den Projektstatus am Laufenden gehalten – Newsletter finden wir eher „Oldschool“ – jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter soll selbst entscheiden, wann und wo er/sie sich über Themen informiert – wir forcieren hier stärker das „Pull-Prinzip“ statt dem „Push-Prinzip“.

Neben internen Kommunikationsmaßnahmen wurde das Projekt „Healtheenation“ in Kombination mit „Family First“ in regionalen Zeitschriften wie TIPPS und Rundschau veröffentlicht. Aber auch über Postings in sozialen Medien, hier im Speziellen Facebook, wollen wir laufend über unsere großartigen Projekte informieren. Ergänzend dazu wurde kürzlich auch die Nominierung zum Staatspreis für Beruf & Familie in regionalen und sozialen Medien propagiert. Für uns sehr überraschend war, wie viel „Strahlkraft“ diese Themen haben und wie sehr dies auch die Reputation eines Unternehmens positiv beeinflussen kann.

Storytelling vermittelt sowohl im Employer Branding, aber natürlich auch im herkömmlichen Vertriebsmarketing Emotionen – gerade diese Emotionen, im Sinne unseres Combeenation Spirits bzw. Flairs möchten wir mit regelmäßigen Insta Stories vermitteln. So wurde beispielsweise der Bau unseres Bürocontainer-Hochhauses bis ins kleinste Detail mittels Insta Stories festgehalten. Wir wollen potenziellen Mitarbeiter*innen zeigen, wie ihr neuer Arbeitsplatz aussehen könnte – und im Umkehrschluss freuen wir uns, wenn bestehende Mitarbeiter*Innen stolz auf ihren Arbeitsplatz sind.

In Punkto Kommunikationsmaßnahmen möchten wir auch kurz auf unsere neue Mitarbeiterbekleidung hinweisen. Nichts wirbt und kommuniziert besser als Mitarbeiter von Combeenation, die mit gebrandeten Shirt und Hoodie zum Kundentermin kommen oder einfach nur beim örtlichen Lebensmittelgeschäft in der Mittagspause einkaufen gehen. Eigentlich eine WIN-WIN Situation – „kostenlose“ und „dauerhafte“ Außenwirkung auf der einen und ein Gefühl von Wertschätzung, Zugehörigkeit und Stolz Teil der Combeenation Familie zu sein auf der anderen Seite.

Kurz zusammengefasst versuchen wir beim Employer Branding natürlich auch neue, innovative Wege zu gehen (siehe firmeninterner Chat) – nichtsdestotrotz werden auch altbekannte Kommunikationsmittel wie Zeitschriften, Facebook, Blog-Beiträge, etc. gerne von uns verwendet.

Outcome durch die Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber (Welchen Outcome konnten Sie bisher durch Ihre Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber bemerken/bzw. welche Effekte erwarten Sie sich?)

Combeenation ist grundsätzlich eine sehr junge Firma, wodurch auch die Firmenzugehörigkeit bis dato bei mehr als der Hälfte der Belegschaft nicht länger als 2 Jahre beträgt. Fluktuation gibt es kaum. Diese extrem geringe Fluktuationsrate zeigt die starke Bindung bzw. Loyalität der Mitarbeiter*innen zum Unternehmen und spiegelt auch die hohe Mitarbeiterzufriedenheit und somit den Erfolg der bisherigen Maßnahmen im Kontext “Family First” wider.

Weitere Effekte, die wir uns durch eine entsprechende Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber in der Region erwarten bzw. bereits erreicht werden konnten:

  • Maximierung der Arbeitgeberattraktivität, Stärkung der Arbeitgebermarke - Sichtbarkeit als attraktiver, regionaler Arbeitgeber erhöhen
  • Abgrenzung gegenüber Mitbewerbern
  • Grundlegenden Bekanntheitsgrad in der Region ausbauen
  • Stärkung des Bewusstseins "Beruf & Familie" innerhalb des Unternehmens (internes Marketing)
  • Wirksame Recruiting Maßnahme - Erhöhung der Qualität und Quantität der Bewerber*Innen
  • Mehr MitarbeiterInnen-Empfehlungen
  • Nachhaltige Steigerung der Zufriedenheit unserer MitarbeiterInnen durch familienfreundliche Personalpolitik
  • Kosteneinsparungen durch geringe Fluktuation (geringer Einschulungsaufwand, etc.) - Wissen bleibt im Unternehmen
  • Erhöhtes Commitment der MitarbeiterInnen mit den Unternehmenszielen – Steigerung der Produktivität des Unternehmens

 

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Fotocredits Teaser und Einreichung:
© Combeenation GmbH