Unternehmen unterstützen Familien

Familienfreundlichkeit. Betriebskindergärten schaffen Betreuungslösungen, von denen Mitarbeiter und Unternehmen profitieren

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Maßgeschneiderte Kinderbetreuung durch die Betriebe kann Belastungen für die Eltern minimieren

Familie und Beruf unter einen Hut bringen ist schon in normalen Zeiten schwer. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen Eltern wie Kinder nun zusätzlich vor neue Herausforderungen. Denn wer übernimmt die Kinderbetreuung, wenn Kindergarten oder Schule wegen Corona geschlossen haben?
Verkäuferinnen, Handwerker, Facharbeiter oder Leute, die im Gastgewerbe oder in der Krankenpflege beschäftigt sind, können nicht auf die Möglichkeit von Homeoffice zurückgreifen, um den Spagat zwischen Job und Familie zu schaffen. Da die bestehenden öffentlichen und privaten Angebote nicht ausreichen, bzw. für viele Familien oft schwer zu finanzieren sind, ist der Ausbau betrieblicher Kinderbetreuung eine notwendige Ergänzung.

Familienfreundlichkeit
Die Familienfreundlichkeit der Betriebe hat sich zu einem zentralen Thema entwickelt. Um adäquate Betreuungsmöglichkeiten schaffen zu können, brauchen die Unternehmen jedoch Unterstützung. In Salzburg hat man nun darauf reagiert, AK und WKS haben gemeinsam eine Beratungsstelle beim Arbeitsmedizinischen Dienst Salzburg (AMD) ins Leben gerufen, die Arbeitgeber dabei unterstützt, nachhaltige Betreuungsangebote für Kinder von Beschäftigten zu schaffen. „Viele Betriebe wollen soziale Verantwortung übernehmen und können zielgenau dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Beschäftigten zu verbessern. Davon profitieren nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien, sondern auch die Betriebe selbst“, betont WKS-Präsident Peter Buchmüller.

Win-win-Situation
Familienfreundlichkeit ist inzwischen auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Employer-Branding geworden. „Für Beschäftige sind die Betreuungsmöglichkeiten, die ihnen Arbeitgeber bieten können, wichtige Faktoren bei der Unternehmenswahl. Firmen mit einer bedarfsorientierten betrieblichen Kinderbetreuung können nicht nur Standort- und Kostenvorteile nutzen, sondern sich auch als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Damit haben sie einen klaren Vorteil beim Recruiting und bei der Mitarbeiterbindung und sichern sich die Fachkräfte für die Zukunft“, erklärt Buchmüller.

Autor: Herta Scheidinger

 

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