25 Jahre Partnerschaft: Das wollen ÖSV und A1 jetzt gemeinsam angehen

Geschwindigkeit und Technik: Das verbindet den ÖSV und A1. Nach 25 Jahren Partnerschaft haben sie jetzt große Pläne für die Zukunft.

Wenn die Scheidungsrate hierzulande bei über 36 Prozent liegt, tut es gut, eine stabile Partnerschaft vor sich zu sehen. Der Österreichische Skiverband ÖSV und Telekommunikationsanbieter A1 scheinen diese zu haben. Nach 25 Jahren Treue erneuern sie ihr Gelübde und verlängern die Kooperation um weitere fünf Jahre. „Man kann sagen, die Silberhochzeit ist auf fruchtbarem Boden entstanden“ resümiert Roswitha Stadlober, seit einem Jahr Präsidentin des Skiverbands.

A1 / APA Fotoservice Krisztian Juhasz

Roswitha Stadlober ist seit einem Jahr ÖSV-Präsidentin

Nach 22 männlichen Vorgängern ist sie die erste Frau, die das Amt innehat. Veränderung hat sie bereits auf menschlicher Ebene gebracht: „Mir ist es wichtig, den Athletinnen und Athleten nahe zu sein und das nicht nur bei Siegen. Ich habe jetzt leider des öfteren mit zwei Freestylern telefoniert, die sich verletzt haben. Die konnten gar nicht glauben, dass ich sie anrufe und nach dem Befinden frage“, erzählt Stadlober.

Silberhochzeit bei A1 und ÖSV

Doch zurück zur Partnerschaft: Während durchschnittliche Ehen gerade einmal 10,6 Jahre halten, verortet A1-CEO Marcus Grausam den Schlüssel ihres Erfolgs in den gemeinsamen Interessen:

„Es geht um Geschwindigkeit, Technik und vor allem darum, ständig besser zu werden, um am Ende des Tages besser als die anderen zu sein. Dennoch rücken vermehrt andere Themen in den Vordergrund.“

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Die Frage der Nachhaltigkeit war ein zentrales Thema in den ersten Gesprächen zwischen A1 und ÖSV

Stichwort Klima:

Dabei bezieht er sich auf die Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen. A1 legt in seinem Markenauftritt großen Wert auf Nachhaltigkeit und strebt an, bis 2030 komplett CO2-neutral zu sein. Wie sich das mit dem Skisport vereinen lässt, bei dem Schneekanonen gegen zu hohe Temperaturen ankämpfen sollen?

Dennoch war die Frage der Nachhaltigkeit eines der ersten Gespräche, das zwischen ÖSV und A1 stattgefunden hat. Stadlober: „Wir haben im Skiverband an unseren drei Standorten jetzt eine CO2-Bilanz erstellt. In St. Christoph und am Bergisel sind wir gut aufgestellt. In Innsbruck ist der Fuhrpark sehr groß, weshalb wir daran arbeiten, diesen auf Hybrid und Elektromobilität umzustellen.“

Weiters würde man in Abstimmung mit der FIS für Rennen nur mehr einmal nach Übersee gehen, statt zweimal. Material soll in Argentinien und Chile zwischengelagert werden, um Schwertransporte zu vermeiden. Außerdem appelliert Stadlober, später mit den Wettkämpfen zu starten. Sei ein Saisonstart im Oktober weder für die Klimabedingungen noch für die Athleten sinnvoll: „Das betrifft auch den Nachwuchs, weil der Druck erhöht wird, rechtzeitig in Form zu sein“, so Stadlober.

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Stadlober plädiert für einen späteren Saisonstart, um den Druck von den Athletinnen und Athleten zu nehmen und kältere Wetterbedingungen vorzufinden

Stichwort Fortschritt:

Gemeinsames Know-how tauschen ÖSV und A1 auch in der Weiterentwicklung aus. Nächstes Jahr möchte der Skiverband von einer Zwei-Marken-Strategie (ÖSV und Ski Austria) auf nur eine Marke wechseln und holt sich hier Feedback des Partners. Außerdem soll die Kommunikation mit digitalen Lösungen optimiert werden.

„Wir sehen zwei ganz starke Komponenten: Zum einen, wie kommuniziert man, dass alle dieselbe Information haben. Beobachtet man beispielsweise einen Läufer am Start, sieht man sehr oft, wie er sich die vorigen Läufer am Handy ansieht. Hier können wir einen Beitrag leisten“, sagt Marcus Grausam und ergänzt:

„Aber es geht nicht nur um die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation, sondern auch um IoT, also Internet of Things. In den Skischuhen, Skiern und entlang der Strecke sind Sensoren verbaut, deren Daten wir sammeln und die richtigen Schlüsse ziehen, um Weiterentwicklungsschritte zu setzen.“

Autor: 
Jennifer Corazza