Bewerbung: Werbung für sich selbst

Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist hoch wie nie. Der KURIER hat bei einer Expertin nachgefragt und die wichtigsten bewerbungstipps zusammengetragen.

Nach 200 Bewerbungen noch immer keine Einladung? In diesem Fall solle man hinterfragen, ob man alles richtig macht. "Gibt es grobe Fehler in der Bewerbung? Was fehlt oder was macht man falsch?“, fragt sich dann Martina Kainz, Koordinatorin des Berufsinfozentrum des Arbeitmarktservice (AMS)Wien.

In den vergangenen Jahren habe ein starker Wechsel stattgefunden. "Das vormals wichtige Anschreiben hat an Bedeutung verloren“, sagt Kainz. Viele Firmen setzen jetzt auf Online-Bewertungsportale. "Da gibt es viele Varianten, aber in den Online-Formularen hat man meistens wenig Platz“, so Kainz.

Statt ausführlichen Selbstbeschreibungen kreuzt man standardisierte Antworten an. Dann wählt ein Algorithmus aus, welcher Bewerber den Anforderungen entspricht. "Andere bieten zwar offene Fragen, aber auch hier ist der Platz beschränkt.“ Dabei müsse man genau überlegen, was man sagen will und wie man wirken will. „Es ist wichtig, dass man sich für eine Bewerbung Zeit nimmt, sie individualisiert. Der x-seitige Serienbrief ist Schnee von gestern. Wer sich ernsthaft mit einer Firma auseinandersetzt, schafft maximal zwei Bewerbungen am Tag“, erklärt Kainz.

Autor: 
Diana Dauer