Der Authandel fährt langsam wieder. Nachgefragt bei Auto Stahl

Gernot Keusch von Auto Stahl über lange Wochen der Schließung und die Rückkehr zum Betrieb.

„Ich hätte nicht gedacht, dass man die Krise von 2008/2009 übertreffen kann. Aber es wurde übertroffen“, sagt Gernot Keusch, Inhaber von Auto Stahl, im Bild mit Frau Isabella und Baby Konstantin.

Mit 16. März waren seine Unternehmen geschlossen, der Autohandel und die Werkstätten. „Unsere Betriebe waren wie Geisterhäuser“, sagt Keusch. Vor Ostern hat man einen kontaktlosen Notbetrieb eingerichtet. Seit Montag sei man wieder in der Werkstätte – fast auf Vollbetrieb, im Handel läuft derzeit ein Schichtbetrieb.

Die Dienstnehmer sind seit 1. April in Kurzarbeit, „wobei das alles nicht so einfach ist, wie es dargestellt wird“, sagt Keusch. Und spielt auf die Bürokratie an.

Mit rund 100 Mitarbeiter erwirtschaftet Auto Stahl rund 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr. „Das werden wir heuer nicht schaffen“, sagt Keusch. Mit einer Vorhersage tue sich der Unternehmer schwer, „wir haben den halben März verloren und den April. Ich hoffe, dass wir mit einem blauen Auge und einem Minus von 20 bis 30 Prozent davonkommen“. Keusch glaubt, dass es in der Branche zu Schließungen kommen wird. „Ich habe Krisen erlebt und wünsche das niemandem, ich hoffe, dass wir es alle überleben“, sagt er.

Im Mai werde man in der Werkstatt zur Normalität zurückkehren, im Handel werde es sich länger ziehen. „Ich hoffe, dass es im Juni vorbei ist, glaube aber eher an den Herbst.“

Generell merkt Keusch eine Aufbruchstimmung: „Die Menschen werden wieder mobil und es gibt auch zum Glück immer mehr Anfragen.“

Autor: 
Sandra Baierl