Hören ohne Störgeräusche: Quizmaster-Gewinner gründet Start-Up

Die App „clir“ soll das Hören in lauter Umgebung vereinfachen

Auf die Idee für sein Start-up clir kam Andreas Krassnitzer durch seinen Bruder, der eine Hörschwäche hat: „Das Zuhören in lauter Umgebung gehört vor allem für Menschen mit Hörschwäche zu den größten ungelösten Problemen. Und selbst moderne Hörgeräte können es nicht lösen. “ Eben hier setzt clir an, eine App die seit August nun im App-Store für iOS Geräte verfügbar ist.

Wie funktioniert die App?

clir vermag es mittels Künstlicher Intelligenz alle Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen und herauszufiltern, was gewünscht ist: Entweder die Sprache zur besseren Verständlichkeit oder die Hintergrundgeräusche, um sich besser konzentrieren zu können. Danach kann man sie über Kopfhörer oder Hörgeräte wieder abspielen. „Es funktioniert wie ein menschliches Ohr. Signale werden aufgenommen und zwei Tonspuren wieder ausgespuckt“, so der Triathlet und studierte Maschinenbauer Andreas Krassnitzer.

Nina Huber

Triathlet, Quizmaster und Start-up-Gründer Andreas Krassnitzer


Von "Quizmaster" zum Startup

clir wurde vor einem Jahr von Krassnitzer und Fifteen Seconds-CEO Stefan Stücklschweiger gegründet und kann zurzeit noch kostenfrei genutzt werden. Finanziert wurde die App-Entwicklung auf eine ungewöhnliche Art: Krassnitzer gewann 2018 dreizehn Mal in Folge die Quizsendung „Quizmaster“.

Die App des Grazers stößt bereits jetzt auf zahlreiches positives Feedback, aber das Ziel sei noch nicht erreicht: In Zukunft soll diese Technologie nämlich in Kopfhörer und Hörgeräte integriert und noch weiterverbessert werden.

Autor: 
Roxanna Schmit