Salzburg Summit: Die Festspiele der Wirtschaft

Der Salzburg Summit etabliert sich zum besten Wirtschaftsgipfel im Land: Hochkarätige Gäste und ein ebensolches Programm sorgten vergangene Woche für viel gute Stimmung in der Festspiel-Stadt. Eine Nachbetrachtung.

Es ist ein internationaler Wirtschaftsgipfel, wie er in Österreich lange Zeit gefehlt hat. Kein elitäres, aufgeblasenes Davos, kein kompliziertes, antiquiertes Alpbach, sondern eine perfekt organisierte,  internationale Konferenz, bei der sich Wirtschaftsgrößen aus allen  Bereichen und jeden Alters mit politischen Gästen mischen, um drei Tage lang neue Ideen zu heben, sich zu vernetzen.  

Zum zweiten Mal  (2019 und vergangene Woche) fand  der Salzburg Summit statt – in diesen Zeiten unter strengen Corona-Auflagen und mit ausgeklügeltem Ein- und Auscheck-Modus.  „Ich habe große Freude über das Feedback, das Echo ist sehr positiv“, sagt Mitinitiatorin Gabi Spiegelfeld nach der Konferenz. Zusammen mit der Industriellenvereinigung stellte sie ein beeindruckend hochkarätiges Programm auf die Beine. Selbst Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, ist begeistert, bringt ihr doch der Kongress schon vor ihrer eigenen  Eröffnung die wirtschaftliche und politische Prominenz in die Stadt.

Hochkarätige Gästeschar

Tatsächlich liest sich die   Gästeliste des heurigen Salzburg Summit wie das Who-is-who der Wirtschaftswelt.  Andreas Bierwirth, CEO Magenta; Tim Höttges, CEO Deutsche Telekom; Josef Penninger, Genetiker   University of British Columbia waren ebenso dabei wie Saori Dubourg, Vorstandsmitglied BASF; Astrid Skala-Kuhmann, Aufsichtsrätin Lenzing & Semperit AG; Hermann Hauser, Investor Amadeus Capital; Ralf Kleber, Country Manager Amazon Deutschland und  Matthias Rebellius, Vorstandsmitglied Siemens AG. Sie alle fanden sich auf dem großen Podium im Salzburg Congress oder in den kleinen Seminarräumen zum Diskutieren. Oder einfach unter den ZuhörerInnen. Auch  die Politik folgte der Einladung nach Salzburg, anwesend waren diesmal Bundeskanzler Sebastian Kurz, Europaministerin Karoline Edtstadler, Klima- und Umweltministerin Leonore Gewessler, Finanzminister Gernot Blümel, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. 

Austausch in alle Richtungen

Das Konzept von Macherin Gabi Spiegelfeld ist einfach und kommt gut an: Sie mischt hochkarätige Vortragende und Gäste aus der  Wirtschaft mit einem schönen Rahmenprogramm – Willkommensdinner im Hotel Sacher, Gala-Dinner in der Residenz, eine Jedermann-Aufführung, ein  Besuch    in der Galerie Ropac. „Wichtig ist uns, große Konzerne mit jungen Start-ups zu mischen, Alt und Jung zusammen zu bringen, und einen Austausch in alle Richtungen zu ermöglichen“, sagt Gabi Spiegelfeld. 200  Gäste nahmen diese Möglichkeit des Zusammentreffens im heurigen Jahr an, insgesamt 285 fanden am Rahmenprogramm gefallen, „und ich glaube, jeder konnte sich etwas mitnehmen“, so Spiegelfeld. 

Eine gute Mischung

Finanziert wird die dichte, dreitägige Wirtschaftskonferenz allein über Sponsoren, teilnehmen kann man bisher nur auf Einladung – dann aber kostenlos.  „Wir achten auf eine gute, bunte  Mischung unserer Gäste, damit alle einen Nutzen daraus ziehen können“, sagen die Organisatoren. 

Dem nächsten Jahr sieht man  freudig entgegen:  „Wir werden es noch ein bisschen größer machen, wollen aber nicht zu groß und keinesfalls unpersönlich werden“, sagt Mitinitiatorin Gabi Spiegelfeld.  

Autor: 
Sandra Baierl