Wieso braucht es mehr FH-Studienplätze, Frau Prommer?

FH bilden entlang des Bedarfs in der Wirtschaft aus. Ob sie diesen Job erfüllen können, fragt der KURIER die neue Präsidentin der FH-Konferenz.

KURIER: Auf Fachhochschulen (FH) studieren 60.000 Studierende, immer wieder fordern FH und Wirtschaft, dass die Plätze ausgebaut werden sollten. Ist der Bedarf nun gedeckt?

Ulrike Prommer: Es gibt den Entwicklungs- und Finanzierungsplan des Bildungsministeriums, in dem festgeschrieben wird, wie viele Plätze jährlich ausgebaut werden. Den letzten gab es vergangenen Sommer. Da kamen 350 Plätze dazu.

Ist das genug, um den Bedarf in der Wirtschaft zu decken?

Bei uns an der FH Krems haben wir für 70 Plätze eingereicht, bekommen haben wir nur 15.

FH bilden entlang des aktuellen Bedarfs in der Wirtschaft aus. Wie schnell können Sie auf den aktuellen Mangel in der Wirtschaft reagieren?

Neue Programme müssen über die Akkreditierung laufen. Das Prozedere dauert etwa zwei Jahre. Aber Aufstockungen gehen recht schnell. Wir können die Mangelarbeitskräfte sicher nicht komplett decken, aber unterstützen.

Wie viele Studienplätze mehr braucht es?

In Summe etwa 1.200 Studienplätze pro Jahr.

Autor: 
Diana Dauer